Der Castortransport am vergangenen Wochenende hat zu Protesten und Diskussionen in der ganzen Republik geführt. Die Laufzeitverlängerung der AKW ist mehr als umstritten.
Was passiert eigentlich wenn niemand mehr Atomstrom abnimmt? Fast alle Energielieferanten bieten heute schon Öko-Strom an. Für wenig mehr Geld bekommt man Strom aus erneuerbaren Energiequellen.
Ich habe jetzt gewechselt und kann guten Gewissens sagen, die Atomenergie nicht zu unterstützen. Mit den Mehrkosten fördere ich gerne den Ausbau ökologischer Energiegewinnung.
09.11.2010
Diskussion um Atomausstieg
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Karohemd
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Kategorie(n): Gesellschaft
16.03.2008
Werbe- und kostenfreier Konsum
Ich lese des öfteren in Internetforen Beschwerden von Internet-Nutzern über Werbebanner und andere Werbeflächen auf Internet-Seiten.
Man kann außerdem feststellen, dass viele Internet-Foren langsam sterben, da immer weniger Nutzer bereit sind, sich mit eigenen Beiträgen an Diskussionen zu beteiligen. Es entsteht der Eindruck, dass das Internet mehr und mehr zur kostenlosen Informationsbörse wird: Wenige Macher versorgt eine stetig steigende Zahl von Konsumenten. Die Konsumenten suchen kostenlose Informationen, Daten und Dateien im Netz, aus denen sie persönliche Vorteile ziehen können und sind immer weniger dazu bereit, dem Produzenten der Inhalte auch nur ein kurzes Feedback zu geben oder sich gar mit eigenen Beiträgen einzubringen.
Im Gegenteil: Die Konsumenten fordern - wie eingangs erwähnt - die Werbefreiheit der Inhalte.
Das geht eindeutig zu weit: Wer anderen nützliche Inhalte im Internet zur Verfügung stellt, hat ein Recht auf eine Gegenleistung. Wenn die Anerkennung, Beteiligung und Bezahlung durch die Nutzer ausbleibt, so ist es nur verständlich, dass der Produzent der Inhalte nach anderen Möglichkeiten sucht, eine Gegenleistung für seine Leistung zu erhalten. Werbeeinnahmen sind eine Möglichkeit dazu.
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Karohemd
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Kategorie(n): Gesellschaft, Internet
31.12.2007
2007 geht zu Ende
Wieder geht ein Jahr zu Ende und den meisten Menschen kommt es so vor, als würden die Jahre immer schneller vergehen.
Ich wünsche allen Tagebuchlesern einen gesunden und erfolgreichen Start ins neue Jahr!
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Karohemd
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Kategorie(n): Gesellschaft
25.08.2007
Gefahr am Bahnübergang
Am vergangenen Donnerstag hörte ich ich auf NDR 1 die Sendung "Jetzt reicht's!" Thema war ein tragischer Unfall im Kreis Schaumburg, bei dem ein voll besetztes Fahrzeug von einem Zug der S-Bahn Hannover erfasst wurde, da der Fahrzeugführer das Rotlicht am Bahnübergang missachtete.
Vier Menschen starben bei dem Unfall.
In der Sendung beteiligten sich die Bürger des Ortes an einer Diskussion, die es wohl zum Ziel hatte, die Bahn für den Unfall verantwortlich zu machen, da diese bisher keine Schranken an dem Bahnübergang nachgerüstet hat. Die Sicherung besteht derzeit aus rot blinkenden Warnlampen und Andreaskreuzen, die dem Autofahrer mitteilen: "Schienenverkehr hat Vorrang".
Die Diskussion verlief sehr emotional und total unsachlich. Die Deutsche Bahn wurde beschimpft, da sie noch immer keine Schranken am besagten Bahnübergang in Hohnhorst nachgerüstet hat. Es wurde jedoch nicht deutlich gemacht, dass nach dem geltenden Eisenbahnkreuzungsgesetz für Bau und Finanzierung der Bahnübergangssicherung jeweils zu einem Dritte der Bund, die Bahn und der Kreis als Straßenbaulastträger verantwortlich sind.
Die Maßnahme zahlt in jedem Fall komplett der Steuerzahler.
Die Gesellschaft soll also keine Kosten und Mühen scheuen, um eine zusätzliche Sicherung am Bahnübergang herzustellen, die Verkehrssünder davon abhalten soll, sich in Gefahr zu bringen.
Wäre es nicht schön, wenn jeder für sein Handeln etwas mehr Verantwortung übernähme? Wenn die Gesellschaft nicht erhebliche Kosten für Schilder, Schranken und Absperrungen ausgeben müsste, die die Bürger vor einer offensichtlichen Gefahr warnen?
Ich bin gespannt, wann wir alle in Käfigen sitzen, um unser Leben nicht in Gefahr zu bringen, da wir nicht mehr in der Lage sind, verantwortungsvoll und umsichtig zu handeln.
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Karohemd
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Kategorie(n): Eisenbahn, Gesellschaft, Lokal
15.08.2007
Geld sparen durch Kundenservice
"Ab sofort sparen Sie jede Menge Zeit." So steht es auf einer Benachrichtigungskarte von DHL, die heute in meinem Briefkasten lag.
Ein an mich adressiertes Paket fand den Weg zur nächsten PACKSTATION, wo ich meine "Pakete unabhängig von Öffnungszeiten, 24 Stunden und sieben Tage die Woche an Paketautomaten abholen und versenden" kann.
Bisher konnte ich Pakete, die nicht direkt an mich zugestellt werden konnten, bei meinem Nachbarn abholen. Manchmal lag das Paket auch bei der Postfiliale in meinem Stadtteil zur Abholung bereit.
Aus dem Paketautomaten geht mein Paket nach neun Tagen Aufbewahrungszeit an den Absender zurück. Mein Nachbar mag wissen, wenn ich für zwei Wochen im Urlaub verweile; die Packstation weiß es nicht.
Ich suche jetzt jede Menge Zeit, die mir erspart wird. Wo ist sie?
Meine Nachbarn wohnen 5 Gehsekunden von mir entfernt im gleichen Haus. Sie sind nicht 24 Stunden am Tag für mich da, aber zu den Zeiten, in denen ich meine Pakete abhole, waren sie bisher immer da.
Die Postfiliale im Stadtteil ist 8 Gehminuten von mir entfernt. Die Öffnungszeiten sind für den arbeitenden Teil der Bevölkerung sicher nicht optimal. Die Öffnungszeiten sind aber bekannt und ich konnte mich bisher immer darauf einrichten.
Der Paketautomat steht im benachbarten Stadtteil und ist 30 Gehminuten von mir entfernt. Meine Pakete kann ich dort zu Tageszeiten abholen, die mir bisher im Traum nicht einfielen. Ein toller Service ist das!
Kommen wir zur Bilanz: Die Wegzeit zur Packstation beträgt das 360fache der Wegzeit zum Nachbarn und immerhin noch das 3,75fache der Wegzeit zur nächsten Postfiliale.
Nein, meine Zeit wird hier definitiv nicht gespart!
Wieder einmal geht es einem Dienstleistungsunternehmen darum, Geld zu sparen. Geld sparen auf Kosten des Kunden. Geld sparen als besonderer Service!
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Karohemd
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Kategorie(n): Gesellschaft
12.08.2007
Ballon Fiesta in Bielefeld
An diesem Wochenende lud Bielefeld zur 7. Ballon Fiesta mit umfangreichem Familienprogramm ein.
Auf dem Veranstaltungsgelände, der Radrennbahn an der Heeper Straße, gab es Bier, Bratwurst und Pommes frites gegen Vorlage von Wertmarken, die jeder Gast zuvor erwerben musste.
Der Hintergrund für den Wertmarkenhandel erschließt sich mir jedoch nicht. Da es Wertmarken im Wert von 50, 100, 200 und 500 Eurocent gab, konnte an den Ständen auf das Geldwechseln trotz der Wertmarken nicht verzichtet werden.
Immerhin konnte so der Eindruck einer großen Menge verschiedener Stände und Buden vermittelt werden - Jeder zweite Stand war ein Wertmarkenverkaufsstand.
Außerdem konnte eine gewisse Kundenbindung erzielt werden: Wer zum Beispiel einfach ein Kaltgetränk zu sich nehmen wollte, hatte die folgende Prozedur zu durchlaufen:
- Zunächst am Wertmarkenverkaufsstand anstellen, um 3 Euro in 300 Eurocent-Wertmarken einzutauschen.
- Anschließend am Getränkestand anstellen und ein Getränk für 200 "Wertmarken-Dollar" bestellen. Hinzu kamen 100 "Wertmarken-Dollar" Becherpfand.
- Kaltgetränk genießen bevor...
- ...man sich am Getränkestand anstellt, um die 100 Eurocent Pfand zurückzuerhalten - natürlich in "Wertmarken-Dollar".
- Zuletzt konnte man seine 100 Eurocent am Wertmarkenverkaufsstand in die gängige Euro-Währung zurücktauschen.
Ein weiteres Problem stellte das überraschende Phänomen dar, dass die meisten Besucher zwar zu Beginn ihres Besuches einen runden Eurobetrag in Wertmarken eintauschten, bei Abreise jedoch einen kleinen, unrunden Betrag zurücktauschen wollten. Die Erkenntnis, dass nicht genügend Kleingeld vorhanden war, traf die Veranstalter noch überraschender als viele Leute das plötzliche Weihnachtsfest.
Der Auftritt von Fury in the Slaughterhouse am Samstagabend und das anschließende atemberaubendem Nightglow, bei dem über ein Dutzend Heißluftballone zu ausgewählter Musik beleuchtet wurden, lockte sicher eine Vielzahl von Besuchern nach Bielefeld.
Der umständliche Wertmarkenhandel und das Fehlen von kulinarischen Gaumenfreuden neben Bratwurst und Pizza zeigte den angereisten Gästen, dass es sich eben doch nur um ein provinzielles Familienfest handelte.
Den Veranstaltern sei für die nächsten Ballonfeste geraten, mehr für das leibliche Wohl der Gäste zu tun und weniger für die Beschäftigung der Gäste durch unnötigen Wertmarkenhandel!
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Karohemd
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Kategorie(n): Gesellschaft, Lokal
06.08.2007
Neue Freiheit für Nichtraucher
Unglaublich: Seit dem vergangenen Mittwoch (01.08.07) sitzen die Raucher auch bei Regen und kühler Witterung vor den Kneipen und Restaurants in Niedersachsen, um ihrer Schwäche, der Nikotinsucht, nachzugeben.
In den gastronomischen Einrichtungen sitzen Menschen, die sich und ihre gesamte Kleidung nun nicht mehr nach jedem Besuch einer gründlichen Reinigung unterziehen müssen, um den Geruch des Zigarettenrauches loszuwerden. Menschen, die immer häufiger auf den Kneipenbesuch verzichteten, um sich nicht den lästigen und gesundheitschädlichen Giftstoffen auszusetzen.
Ab jetzt haben auch junge Familien mit kleinen Kindern (den Kunden von Morgen) die Möglichkeit, ohne gesteigertes Gesundheitsrisiko durch Passivrauchen Restaurants und Gaststätten aufzusuchen.
Schade nur, dass der freie Markt bisher nicht das vermochte zu regeln (Nichtrauchergaststätten), was nun der Gesetzgeber vorschreibt.
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Karohemd
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Kategorie(n): Gesellschaft, Lokal